Advent und Weihnachten – stressfrei erleben
Woher kommt der Advent?
Ursprünglich bedeutet Advent “Ankunft”. Die Christen bereiten sich auf die Ankunft von Jesus Christus vor. Anfangs war die Adventszeit eine Fastenzeit, die 40 Tage lang anhielt. Erst im 7. Jahrhundert wurden die vier Adventssonntage festgelegt und die Fastenzeit abgeschafft. In orthodoxen Kirchengemeinden ist der Advent bis heute eine sechswöchige Fastenzeit, die am 15. November beginnt.
Kommerzialisierung des Advent
Zwischenzeitlich ist die Adventszeit eine Zeit der Hochkonjunktur des Einzelhandels und auch die Weihnachtsmärkte öffenen immer früher ihre Tore. Mittlerweile gibt es Städte, die sogar “die Tage zwischen den Tagen” und den damit häufig verbundenen Urlaub der Arbeitnehmer, nutzen wollen und planen, ihren Weihnachtsmarkt bis Sylvester zu öffnen. Zum Beispiel der Weihnachstmarkt am Jungfernstieg in Hamburg hat vom 23.11. bis zum 31.12. geöffnet, genau so wie der Weihnachtsmarkt auf dem Lübecker Marktplatz. Weitere Weihnachtsmarkttermine findet Ihr unter: www.weihnachtsmarkt-deutschland.de
Weihnachtsstress – wie jedes Jahr?
Wie in jedem Jahr geht damit auch der Weihnachtsstress los. Einkaufen in überfüllten Geschäften, viel Geld ausgeben für überteuerte Geschenke und alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen – da scheitert so manch einer dran. An den Weihnachtstagen selbst entsteht oft Harmoniestress durch die manchmal übersteigerte Erwartungshaltung an die gemeinsame Zeit mit der Familie. Gerade an den Festtagen wünschen wir uns alle ein möglichst schönes, gemütliches und harmonisches Beisammensein. Aber für jeden ist dies sehr individuell. Dadurch kommt es oft zu Missverständnissen und Streitigkeiten, gerade an den Feiertagen.
Nach den Weihnachtstagen haben die Scheidungsanwälte häufig viel zu tun. Es ist häufig der Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte, der die Weihnachtsstimmung vermieste und dann letztendlich den Ausschlag für eine tiefgreifende Entscheidung gibt.
Stress muss nicht sein!
Dabei kann durch eine Änderung der Erwartungshaltung der größte Stress bereits im Vorfeld vermieden werden:
1. Die Feiertage genau planen
Am besten unterhält man sich bereits rechtzeitig vor den Feiertagen über den genauen Ablauf der Festtage und sucht bei unterschiedlichen Wünschen nach Kompromissen.
2. Perfektionismus ausschalten
Auch an den Weihnachtstagen muss nicht alles perfekt sein. Die Wohnung kann auch nach den Feiertagen geputzt werden; es gibt keine genauen Vorschriften, wie Weihnachten zu feiern ist. Wichtig ist doch die gemeinsame Zeit mit der Familie und den Freunden.
3. gemeinsam vorbereiten
Wenn der Plan steht, darf die Umsetzung nicht an einer Person hängen bleiben! Ein Gemeinschaftsprojekt stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und alle fühlen sich beteiligt.
4. Rückzugsmöglichkeiten zulassen
Es muss nicht an allen Tagen alles gemeinsam gemacht werden. Es ist wichtig, dass jeder die Möglichkeit bekommt, eine Auszeit zu nehmen, damit die gemeinsame Zeit um so friedlicher wird.
5. Verwandtenbesuche
In manchen Familien ist es üblich, sich gegenseitig zu besuchen. Dies führt oft zu zusätzlichem Stress, weil man 3 Besuche an einem Tag machen muss und dadurch die eigene Entspannung auf der Strecke bleibt. Hier ist zeitnahes Planen angesagt: Wenn die Besuche zuviel werden, kann man mit den betreffenden Verwandten auch verabreden, den Weihnachtsbesuch auf die Zeit “zwischen den Tagen” verlegen. Feiere Weihnachten so, wie Deine Familie es möchte – lass Dir nicht von anderen reinreden!
Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit!
© Foto Grace Winter / PIXELIO www.pixelio.de
Tags: Weihnachten, Wissen
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