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Aufschieberitis – warum ist es schwer Entscheidungen zu treffen?

Jeder von uns kennt das: Wir drücken uns vor einer Entscheidung. Wir wissen, wir sollten etwas ändern, aber wir finden keinen tatsächlichen Anfang. Wir hoffen immer wieder, dass sich etwas ändert. Wir möchten den Zustand so nicht haben, warten aber darauf, dass der Partner oder andere Menschen sich ändern, damit unsere Wünsche erfüllt werden. Und nerven oft auch unsere Umwelt mit diesem Zustand.

Mancher ärgert sich über den Freund oder die Freundin, die in einer unglücklichen Partnerschaft lebt, aber den Absprung nicht schafft. Monate- oder gar jahrelang hören wir uns die gleichen Geschichten an. “Immer macht er (oder sie) dies…” und “Ich halte das nicht mehr aus. Wenn sich nichts ändert, dann…”. Aber dann passiert nichts.

Warum ist das so?

Manchmal schieben wir Dinge vor uns her, damit wir nicht zu einer Einsicht gelangen. Denn wenn wir diese Einsicht bekommen, gibt es keinen anderen Weg mehr, als die Konsequenzen zu ziehen.

Und davor haben wir Angst. Das würde bedeuten, wir müssten selbst Verantwortung übernehmen. Wir müssten uns selbst kümmern. Wir müssten uns eine neue Wohnung suchen, einen neuen Job oder was auch immer. Solange wir aber in dem Zustand bleiben, können wir die Schuld – und damit auch die Verantwortung – dem Partner (Chef etc.)  zuschieben. Das ist herrlich bequem.

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