Burnout erkennen
Das Burnout-Syndrom macht in den letzten Jahren immer mehr Schlagzeilen. Selbst Stars und Prominente, wie kürzlich Peter Plate von der Band “Rosenstolz”, reden immer häufiger über ihre Erkrankung. Aber was ist das eigentlich? Woran erkennt man ein Burnout-Sydrom? Wer ist gefährdet?
Burn-out heißt übersetzt “ausgebrannt sein”
Und das beschreibt auch genau den Zustand, in dem sich der Mensch befindet. Wer unter einem “Burnout” leidet, der hat das Gefühl, der Akku sei leer – es fehlt die Kraft zum leben. Dieser Zustand kann über Wochen und Monate anhalten.
Typische Symptome sind:
Lustlosigkeit,
Gereiztheit,
Gefühle des Versagens,
Überforderung,
mangelndes Interesse am Beruf,
Rückzug von Freunden und Kollegen,
permanente Müdigkeit,
Schlafstörungen,
Konzentrationsstörungen,
Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit,
Depressionen,
chronischer Motivationslosigkeit,
Stimmungsschwankungen und
körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Magen- und Darm-Beschwerden.
Wer ausgebrannt ist, dem hilft auch ein Urlaub nicht mehr weiter. Er kann nicht abschalten.
Woher kommt aber dieser Zustand?
Es gibt eine Menge verschiedener Auslöser. Einige sind sehr weit verbreitet. Vom Burnout sind nicht nur Topmanager und Mitarbeiter der Pflegeberufe betroffen, auch bei Hausfrauen und Arbeitern nimmt die Anzahl der Betroffenen zu. Steigende Anforderungen im Beruf und die Angst vor Arbeitsplatzverlust sind einige Faktoren. Daneben sind aber auch persönliche Eigenschaften und Faktoren an der Entstehung des Burnouts beteiligt:
Helfersyndrom
Menschen mit einem ausgeprägten Helfersyndrom reiben sich auf. Sie geben und geben und bekommen wenig zurück. Wenn sie jemandem helfen, fühlen sie sich wichtig und gebraucht. Das steigert das Selbstbewusstsein. Aber: Wer für alle und jeden ein offenes Ohr hat, riskiert dabei, sich selbst zu überfordern.
Nicht “Nein” sagen
Wer nicht “Nein” sagen kann, überschreitet damit stets seine eigenen Grenzen oder lässt es zu, dass andere Menschen diese Grenzen überschreiten. Aus Angst vor Konflikten versuchen sie, es allen recht zu machen. Dieser Versuch muss scheitern und führt dazu, dass man sich als Opfer der Anderen (als Spielball) und ausgenutzt fühlt.
Perfektionismus
Menschen, die überhöhte Ansprüche an sich selbst stellen, alles perfekt machen möchten, laufen leicht leer. Wer sich nicht erlaubt, auch mal einen Fehler zu machen, steht unter ständigem Druck, Höchstleistungen zu vollbringen. Wenn sie bemerken, dass sie ihre Ziele nicht immer und überall erreichen können, sind sie von sich enttäuscht, strengen sich vielleicht noch mehr an und desto wahrscheinlicher wird der Burnout.
Ehrgeiz
Menschen mit übergroßem Ehrgeiz sind besonders dann gefährdet, wenn dieses Verhalten daher rührt, dass sie unter geringem Selbstwertgefühl leiden. D. h. sie müssen sich selbst und anderen immer wieder beweisen, dass sie “etwas wert sind”. Dabei nehmen sie keine Rücksicht auf ihren Körper. Mangelnde Entspannungsphasen halten den Körper unter Strom, so dass der Mensch sich ständig gehetzt und unter Spannung fühlt.
Energieräuber
Neben den positiven, förderlichen Beziehungen zu Freunden, umgeben wir uns auch oft mit allerlei oberflächlichen Bindungen zu Menschen, Sachen und Umständen. Diese kosten in der Regel mehr Energie, als sie uns durch Freude zurückgeben können. Einige Beispiele dafür:
Mitgliedschaft in Vereinen,
immer voller Terminplan (Freizeitstress!),
Unordnung, Unübersichtlichkeit,
alles selber machen müssen,
Ansammlung von Gegenständen und Erinnerungsstücken,
verschleppte Gesundheitsprobleme,
Äußerlichkeiten, wie Angeberei und Luxus,
Neid, Hass, Missgunst, ewige Unzufriedenheit,
Schulden,
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Tags: Gesundheit, Glück, Wissen
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