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Coaching – was ist das eigentlich?

Coaching

Coaching ist zurzeit in aller Munde. Es gibt Coaching-Shows im Fernsehen, wie “Erwachsen auf Probe” bei RTL und “Von 5 auf 2″ im ZDF.  Viele große Unternehmen engagieren Coaches zur Schulung Ihrer Manager oder zur Verbesserung des Arbeitsabläufe und des Arbeitsklimas. Coachingpraxen schießen sozusagen wie Pilze aus dem Boden. An jeder Ecke gibt es sogenannte Coachs – für alles und jeden. Was früher der Gymnastiklehrer war, ist heute der Personal Coach, Eheberater sind nun Beziehungs-Coachs und Hundetrainer sind Hunde-Coachs.

Der Ratsuchende ist da schon mal schnell überfordert. Jeder darf sich Coach nennen, da der Begriff nicht geschützt ist. Da fällt es schwer, die richtige Auswahl zu treffen.

Was ist denn nun eigentlich Coaching?

Coaching ist eine effektive und sinnvolle Methode, Probleme zu lösen. Dabei ist Coaching vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. Im Gegensatz zur (Psycho)Therapie ist es nicht krankheits- oder defizitorientiert sondern vielmehr lösungs- und ergebnisorientiert. Der Coach hat immer einen klaren Auftrag. Dieser wird – zusammen mit dem Klienten – bei der ersten Begegnung festgelegt. Nur daran arbeitet der Coach. Nicht an der Gesamtpersönlichkeit eines Menschen, sondern daran, ein ganz bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Klient selbst muss eine Veränderungsabsicht haben, d. h. er muss auch wirklich mitarbeiten (wollen). Ein gut ausgebildeter Coach hat ein breites Spektrum an “Techniken”, die er maßgeschneidert für den einzelnen Klienten einsetzt. In erster Linie kommen dabei Fragen zum Einsatz, die den Klienten dazu führen sollen, seine Antworten selbst zu finden. Denn nur selbst erarbeitete Ergebnisse können wirklich umgesetzt werden und langfristige Veränderungen herbei führen.

Der Ablauf eines Coachings ist meist wie folgt:

  • Genaue Zieldefinition:
    Wo möchte ich hin? Was genau möchte ich erreichen? Wie fühlt es sich an, wenn ich das Ziel erreicht habe?
  • Problemklärung:
    Wie genau äußert sich das Problem? Seit wann besteht das Problem? Wie wirkt sich das Problem aus?
  • Ressourcen klären:
    Was brauche ich, um das Ziel zu erreichen? Wer kann mich dabei am besten unterstützen? Habe ich ein ähnliches Problem schon einmal gelöst? Welche Teilschritte sind nötig?

Wenn diese Fragen geklärt sind, wird der Coach den Klienten dazu führen, seine bisherigen (behindernden?) Verhaltensweisen und Denkmuster bewusst zu machen. Diese werden dann vom Klienten neu “entworfen”, ausprobiert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst.

Das alles hört sich jetzt vielleicht sehr langwierig an. Aber das Gegenteil ist der Fall: Ein Coaching mit einem professionellen und gut ausgebildeten Coach dauert in der Regel nicht mehr als 10 Sitzungen. Manches kann auch in viel kürzerer Zeit geklärt werden. Denn das Umsetzen liegt immer in der Hand des Klienten. Eine Leitregel des Coachings besagt: “Jedes Problem, das sich nicht in höchstens 10 Sitzungen erledigen lässt, benötigt etwas anderes.” Da wäre dann z. B. eine Therapie hilfreich.

foto: © S. Hofschlaeger / PIXELIO www.pixelio.de


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