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Bewusstseinsschulung Teil 5: JETZT oder nie

Letzte Woche haben wir uns damit beschäftigt, wie wir den Denker in unserem Kopf beobachten können. Heute geht es darum, wie wir Veränderungen herbei führen können.

Die Übung der letzten Woche hat dich (neben der Beobachtung deiner Gedanken) dazu geführt, dass du deine Aufmerksamkeit vollkommen auf das Jetzt lenkst. In dem Moment, in dem du deine Gedanken beobachtest, zählt nicht mehr, was du vorhin gemacht hast, was gestern war und auch nicht was du gleich tun wirst. Einzig und allein das zählt, was jetzt ist. Das ist die einzige Zeit, die wirklich zählt, die wirklich real ist. Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft noch nicht da. Das Leben findet immer nur jetzt statt und nur jetzt kannst du etwas ändern!Wenn du vorhast, etwas zu verändern, dann starte damit im Jetzt. Das ist der einzige Zeitpunkt, an dem du realistisch handeln kannst. Wenn du etwas auf die Zukunft verschiebst, kannst du nicht handeln. Egal, was du tust, du tust es immer im Jetzt. Ist doch logisch, oder!?

Ok, es gibt Zeiten, in denen wir alle das Gefühl haben, nicht jetzt. Ich bin jetzt nicht in der Stimmung, ich habe keine Lust oder ich kann jetzt nicht, weil etwas Anderes wichtiger ist. Gut – wenn du das Gefühl hast, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für was auch immer, dann akzeptiere das im Jetzt vollkommen. Sage dir also nicht innerlich sowas wie: “Ich müsste…” oder “Ich sollte mal…”. Das erzeugt nur Widerstand in dir. Damit machst du dein Handeln unmöglich. Wenn jetzt Faulheit, Nichtstun oder Abwarten angesagt ist, dann lass sie zu – in dem Bewusstsein, dass du die Veränderung jederzeit im Jetzt ausführen kannst. Mach dir nicht selbst ein schlechtes Gewissen. Akzeptiere dein Nichtstun, dein Abwarten. Jetzt ist der Moment für genau diese Dinge. Versuche nicht, dagegen anzukämpfen. Damit beschränkst du dich nur. Jedes “Anders-haben-wollen” erzeugt Widerstand und Abwehr in dir. Beobachte deine Gedanken. Ist da vielleicht eine Stimme, die sagt: “Du solltest…”, “Du müsstest…”, “Eigentlich wäre es besser…” oder etwas Ähnliches? Kennst du diese Stimme? Sind das deine eigenen Gedanken oder sind es vielleicht Sprüche, die du früher oft gehört hast? Spricht du in diesem Moment in der 3. Person mit dir? Sagst du also: “Du…” statt “Ich..”? Dann könnte es gut sein, dass diese Worte von deinen Eltern oder anderen Bezugspersonen benutzt wurden.

Brauchst du diese Anweisungen oder Zurechtweisungen heute noch? Nein? Dann lass sie fallen. Du bist erwachsen. Du bist dein einziger Richter. Entspanne dich in das Nichtstun hinein. Freue dich über die freie Zeit und die Faulheit.

Es gibt keinen Zwang, keinen Kampf, kein Müssen – es gibt nur die Hingabe an den jetzigen Moment. Es ist immer jetzt!


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