Kann uns ein Partner glücklich machen? (Teil 1)
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Wir alle haben verschiedene (unbewusste) Strategien, uns das Leben schwer zu machen. Eine wichtige besteht darin, nicht die Verantwortung für das eigene Leben und das eigene Verhalten zu übernehmen.
Wir sagen dann zum Beispiel: “Ich kann ohne Partner nicht glücklich sein!” oder „Ohne diesen Menschen kann ich nicht leben!“ und machen damit unser Glück von einem anderen Menschen abhängig. Tatsächlich glauben wir, uns erst dann gut zu fühlen, wenn der (Traum-)Partner da ist. Bis dahin ist es doch ganz verständlich, dass wir uns einsam fühlen und traurig sind. Das Leben hat erst dann einen wirklichen Sinn, wenn der oder die Richtige kommt!
Aber leider ändert sich meist nichts, wenn dann doch der ersehnte Traumpartner da ist. Nach ein paar Monaten, manchmal erst nach ein paar Jahren merkt man, dass der Partner doch nicht alles tut, um einen glücklich zu machen.
Das kann er auch nicht!
Wenn wir es nicht selbst schaffen, in uns ein Gefühl von Zufriedenheit und innerem Gleichgewicht zu schaffen, dann schafft das auch nicht der beste Partner der Welt!
Es wird nie reichen, immer wird etwas fehlen. Wenn wir nicht auch allein glücklich sein können, werden wir immer Zweifel an dem haben, was der Partner für uns tut. Wir fangen an zu meckern und kritisieren an dem einstigen Traumpartner herum. Irgendwann merkt dieser das, zieht sich zurück oder meldet eigene Ansprüche an.
Dann beginnt die Illusion zu verblassen. Die Illusion, den richtigen Partner gefunden zu haben, der einen glücklich macht. Der sich um uns kümmert und für uns sorgt.
Ein Partner kann so etwas gar nicht leisten und muss es auch nicht.
Wie Fritz Perls sinngemäß sagte:
“Ich bin ich und du bist du.
Ich bin nicht auf der Welt, um dich glücklich zu machen
und du bist nicht auf der Welt, um mich glücklich zu machen!”
Auch wenn die meisten von uns diese Aussage bestätigen würden: In der Realität machen wir oft genau das Gegenteil. Der Partner ist Schuld, dass wir uns ärgern und die Eltern sind schuld an unseren Selbstzweifeln.
Sicher, gerade als Kind ist man von anderen abhängig. Und genau dann entstehen Traumatisierungen und negative Überzeugungen.
Nur: wir sind jetzt nicht mehr die Kinder von gestern! Heute können wir etwas ändern. Selbst etwas tun.
Geben wir unsere Verantwortung aber ab, dann sehen wir uns immer weiter als Opfer. Wir glauben, selbst nichts tun zu können.
Wie der ertrinkende Mann, der im Fluss um Hilfe schreit. Auf den Zuruf, er solle doch selbst zum Ufer schwimmen, antwortet er mit letzter Kraft: “Warum, ich habe mich doch auch nicht selbst hineingeworfen!”
Verantwortung übernehmen heißt, selbst über sein Leben zu entscheiden.
Selbst ver-Antwort-lich zu sein.
Nicht mehr darauf warten, dass ein anderer kommt und Probleme für uns ausbügelt.
„Du brauchst einen Menschen
Du brauchst einen Menschen, der dich respektiert, akzeptiert und liebt.
Du kannst diesen Menschen finden und kennen lernen.
Einen Menschen, der dich unterstützt, lobt, ermutigt und dir Vertrauen schenkt.
Einen Menschen, der dich liebevoll behandelt.
Du brauchst einen Menschen, der dir einen Weg zeigt, ein leichteres, einfacheres und glücklicheres Leben zu führen.
Diesen Menschen gibt es.
Ganz in deiner Nähe.
Dieser Mensch bist du.
(unbekannt)“
Foto: © Knipseline / PIXELIO www.pixelio.de
Tags: Beziehungen, Glück, Liebe
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