Loslassen
Überall hört man heute “Du musst loslassen!”. Jeder, der etwas von sich hält und sich weiter entwickeln möchte, sollte sich im Loslassen üben. Loslassen ist in aller Munde und mancherorts Allheilmittel für alle Probleme. In vielen Foren wird immer wieder die gleiche Frage gestellt: “Warum kann ich nicht loslassen?” – “Wie soll ich das machen, das Loslassen?”. Eine befriedigende Antwort darauf erhält man meist nicht. Es ist ein schwieriges Thema. So leicht es sich auch anhört.
Loslassen kann man nicht “machen”!
Loslassen geschieht von innen heraus, wenn die Zeit reif ist. Zunächst ist es wichtig, das Problem, den Schmerz, total in den Focus rücken, ganz nah an sich heran lassen, damit er von selbst “abfallen” kann. Dazu gehört bedingungslose Akzeptanz des Zustandes – die Erkenntnis und das Akzeptieren, dass es jetzt im Moment genauso ist, wie es ist. Und dass sich daran nichts ändern lässt. Er danach kann man etwas ändern. Allein daran scheitert mancher Versuch, loszulassen schon, weil wir uns dem Schmerz nicht stellen wollen oder können.
Dieser Widerstand führt nicht dazu, dass wir loslassen können. Widerstand führt zum Festhalten des Problems. Widerstand macht das Problem größer – weil ich etwas so nicht haben will, gebe ich dem “So-nicht-haben-wollen” mehr Energie als dem “Das-will-ich”. Wenn ich dem “Das-will-ich” Energie geben will, muss ich das andere erst einmal als momentanen Zustand komplett akzeptieren. Erst danach kann ich mich auf die Veränderung und die notwendigen Schritte zum “Das-will-ich” konzentrieren, sonst bleibe ich immer im “So-nicht-haben-wollen”. Definiere also geanu, wo du hin willst, akzeptiere den jetzigen Zustand vollkommen, wie er ist, und dann gehe los und ändere! So klappt loslassen.
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