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Bewusstseinsschulung Teil 1: Vergänglichkeit – das Auf und ab des Lebens

Das Leben ist wie ein Fluss. Er bleibt niemals stehen. Mal ist der (Wasser)Stand hoch, mal ist er niedrig. Mal fließt er schnell, dann wieder langsam.

Genauso ist das Leben.

Wir alle haben Zeiten von hoher Energie und Zeiten von niedriger Energie. Mal ist das Leben schnell und mal scheint es fast still zu stehen. Wir geben dieser Tatsache Bedeutungen von gut oder schlecht – von positiv oder negativ – und wie möchten gerne die “guten Zeiten” behalten, festhalten. Die “schlechten Zeiten” möchten wir am liebsten gar nicht erst bekommen. Und wenn sie nun doch entstehen, möchten wir sie gerne ganz schnell wieder loswerden. Wir kämpfen dagegen an oder verdrängen sie, wenn sie uns doch einholen.

Wir haben verlernt (oder nie gelernt), dass das Leben ein ständiger Wandel ist. Es ist nicht immer gut und nicht immer schlecht. Es ändert sich täglich, stündlich, minütlich, ja, sogar jede Sekunde.

Alles ist vergänglich.

Was uns in diesem Augenblick noch gefällt, kann wenige Augenblicke später schon verblassen. Was uns fesselt, langweilt uns kurz darauf schon wieder. Beziehungen ändern sich, Menschen ändern sich und Umstände und Umwelt verändern sich – das ist ganz natürlich. Es gibt nichts auf der Welt, das für immer bleibt. Das ist der Fluss des Lebens!

Leider hat uns in unserer westlichen Welt niemand wirklich beigebracht, mit der Veränglichkeit der Dinge umzugehen. Wir sind in einer Welt voller Sicherheitsdenken, Festhalten und Anhäufen von Dingen (Konsum) aufgewachsen. Bei allem Luxus und Komfort, den wir hier haben, sind uns die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht beigebracht worden. Wir haben gelernt, wie wir unsere Lebensumstände verbessern können. Wie wir Geld verdienen können, um unsere Lebensumstände zu finanzieren, wie wir Erfolg haben, uns weiterbilden können, wie man höflich miteinander umgeht und vieles äußere mehr – das haben wir gelernt. Aber wie man wirklich LEBT, das hat man uns nicht beigebracht.

Was ist das Leben? Wie erhalten wir uns unsere psychische Gesundheit? Damit beschäftigen sich die Schulen und Erzieher in unserer westlichen Welt nicht.

Alles, was wir lernen, ist auf eine materialistische Ebene ausgerichtet. Wenn es gut läuft, werden Schüler noch zu “Streitschlichtern” ausgebildet… das ist aber auch schon alles.

Wer hat uns auf die Vergänglichkeit aller Umstände – egal ob positiv oder negativ – vorbereitet? Woher wissen wir, dass auf Regen wieder Sonne folgt und – was noch wichtiger ist – dass auf Sonne auch wieder Regen folgt? Wer hat uns beigebracht, dass beides wichtig ist? Dass beides zum Wachstum gehört? Auf der Erde gedeit nichts ohne Sonne und ohne Regen – aber wer sagt uns, dass das auch für das Leben gilt?


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